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Sexuelle Ausbeutung im Tourismus und auf Reisen

In vielen Ländern müssen Frauen und Männer aus Armut in der Prostitution arbeiten, oder Familien prostituieren ihre Kinder. Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist ein Verbrechen und wird hart bestraft – in Deutschland und weltweit!

Karikatur
  • Prostitution gibt es nicht erst seit Beginn des Tourismus. Je nach Land, Religion und Kulturgeschichte mehr oder weniger stark ausgeprägt, existiert sie seit jeher in fast allen Kulturkreisen. Tourismus verstärkt Prostitution, wie  sich z.B. in Thailand, Brasilien, der Dominikanischen Republik, Kenia oder aber auch in Deutschland und Europa zeigt. Auch der internationale Geschäftsreisetourismus erzeugt eine verstärkte Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen.
     
  • Reisende Sexualstraftäter*innen nutzen die Notlage von Menschen im Gastland aus, auch wenn sie es selbst nicht so sehen. Der häufig verwendete Begriff "Sextourismus" verharmlost den ausbeuterischen Charakter des Verbrechens an den betroffenen Kindern. Es gibt keine einvernehmliche Sexualität mit Kindern, sexuelle Handlungen an und mit Kindern sind immer eine Form von sexueller Gewalt.
     
  • Durch eine hohe Nachfrage werden ständig neue Frauen, Mädchen, Männer und Jungen benötigt. Diese werden häufig durch Menschenhandel in touristische Orte gebracht. Immer wieder kommt es vor, dass Eltern aufgrund von Armut ihre Kinder an Bordelle bzw. Menschenhändler*innen verkaufen.
     
  • Wer im Ausland Kinder oder Jugendliche für sexuelle Dienstleistungen bezahlt (mit Geld oder anderen Gegenleistungen), begeht eine Straftat und kann im Heimatland zu hohen Haftstrafen verurteilt werden - unabhängig von den Gesetzen des Landes, in dem die Tat begangen wurde.
     
  • Kinder brauchen Schutz, überall auf der Welt! Bitte bedenken Sie, was Sie empfinden würden, wenn Ihre eigenen Kinder von wohlhabenden Tourist*innen zu sexuellen Handlungen genötigt werden würden.
     
  • Reisen Sie verantwortungsvoll! Informieren Sie sich darüber, ob sich Ihr Reiseveranstalter aktiv für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Ausbeutung einsetzt unter www.thecode.org.

    Nähere Informationen:
    www.ecpat.de
    www.ecpat.at 
     
    Zeigen Sie Zivilcourage und werden Sie aktiv, wenn Sie verdächtige Situationen bzw. sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche beobachten!
     
  • Sollten Sie selbst zweideutige Angebote erhalten oder etwas Verdächtiges beobachten, informieren Sie in jedem Fall die Reiseleitung und die Hotelleitung und meiden Sie Bars und ähnliche Örtlichkeiten, in denen sich Sexualstraftäter*innen mit Kindern amüsieren.

  • Sie beobachten eine Situation, in denen Sie sexuelle Ausbeutung von Kindern vermuten? Melden Sie unter: www.dontlookaway.report
    Alle Informationen können wichtig sein!

Kinderschutz - Zeigen Sie Zivilcourage! Schauen Sie nicht weg sondern melden Sie Verdachtsfälle von sexueller Gewalt und Ausbeutung!

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