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Lebensraum – Urlaubstraum

1,4 Milliarden internationale Touristenankünfte zählte die Welttourismus-organisation (UNWTO) 2018 weltweit. Das sind 6 % mehr als im Vorjahr. Nach ihrer Prognose wird sich die Zahl der Auslandsreisen von 2010 bis 2025 verdoppeln und bis 2030 auf über 1,8 Milliarden steigen.

Fremde, „exotisch“ anmutende Kulturen verlocken, zudem waren Fernreisen noch nie so billig. Fast die Hälfte aller Reisen führen in Entwicklungs- und Schwellenländer, was dem Tourismus einen bedeutenden Stellenwert in den Nord-Süd-Beziehungen verleiht. Tourismus gilt als einer der weltweit wichtigsten Wirtschaftszweige. Damit eröffnen sich Chancen für die Zielländer: Tourismus schafft Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastgewerbe, das traditionelle Handwerk wird gefördert, die Kunst- und Souvenir-Produktion sowie der Handel bieten zusätzliche Einkommensquellen für die einheimische Bevölkerung.

Viele Entwicklungsländer erhoffen sich vom Tourismus deshalb wirtschaftlichen Aufschwung. Der Preis dafür ist oft hoch, denn Tourismus kann auch soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten verstärken, Umweltprobleme mit sich bringen und lokale Kulturen überfordern.

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